Was ist ein Design Sprint und wozu nutzt man das?

Ich habe Ihnen am Ende meines letzten Blogartikels versprochen näher auf das Thema Design Sprint einzugehen. Also, lassen Sie uns das Jahr mit Mut, Innovation und Schnelligkeit beginnen.

Design Sprints wurden von Google Ventures entwickelt, die damit in kürzester Zeit überprüfen, ob ein Startup Potential hat erfolgreich zu werden. Dazu werden Methoden aus dem Design Thinking sehr strukturiert und verdichtet angewendet.

Ein Design Sprint eignet sich für eine Vielzahl von Fragestellungen. Prinzipiell gilt: Alles was man in einem Prototypen darstellen kann, lässt sich mit diesem Prozess bearbeiten, z.B.

  • Neue Ideen oder Services
  • Verbesserung von Produkten oder Funktionen
  • Innovationen
  • Business Strategien

Das klingt doch wirklich unglaublich, oder? Wofür man sonst monatelange Arbeit und Budget investiert, schafft man mit einem Design Sprint in nur fünf Tagen und das beste dabei: Es macht auch noch Spaß. Dass es funktioniert wurde inzwischen mit hunderten Projekten bewiesen, die nicht nur Google Ventures auf diese Weise angehen. Inzwischen sind Design Sprints vieler Orts im Einsatz.

Jetzt schon neugierig?

In Kooperation mit Smartsquare gibt Kerstin am 17. Februar ein Seminar, in dem Sie selber lernen können, wie Sie einen Design Sprint durchführen:

  • Wir gehen auf die Planung eines Design Sprints ein

  • Wir schauen uns verschiedene Methoden an inkl. vieler praktischer Übungen

  • Am Ende des Tages werden Sie selber Ideen haben, wofür Sie Design Sprints in Ihrem Unternehmen einsetzen möchten

Teamzusammensetzung Design Srpint

Das richtige Team für einen Design Sprint

Das allerwichtigste zunächst vorab: Das Team aus ca. sieben Leuten, muss für einen erfolgreichen Design Sprint richtig zusammen gesetzt sein. Dazu muss natürlich die Fragestellung vorab grob definiert sein. Hier also die Teammitglieder:

  1. Moderator: Zu einem Design Sprint gehört einige Vorbereitung und natürlich Methodenkompetenz sowie Moderationsfähigkeiten.
  2. Problem-Kenner oder Betroffene: Hier sind Personen im Unternehmen gefragt, die sich mit dem Problem, das Sie lösen wollen, richtig gut auskennen.
  3. Verantwortlicher und Entscheider: Jemand im Team muss die Kompetenz haben kritische Entscheidungen zu treffen – idealerweise die Person, die das Projekt im Anschluss umsetzen wird.
  4. Vertreter des Kunden: Hierfür sind Leute geeignet, die tagtäglich mit den Sorgen der Kunden konfrontiert sind oder natürlich auch tatsächliche Kunden / Nutzer.
  5. „Prototyper“: Jemand der in kurzer Zeit einen Prototypen erstellen kann. Je nach Art des Prototyps kann das z.B. ein Ingenieur, Entwickler oder Designer sein.
Ablauf eines Design Sprint

Der Ablauf eines Design Sprint

Montag: Am ersten Tag des Design Sprint wird das langfristige Ziel und somit der Grundstein der folgenden Tage festgelegt. Darüber hinaus notiert das Team alle Fragen, die es noch zu klären gibt sowie die Schritte, um das Ziel zu erreichen. Interviews mit Experten aus dem Unternehmen sind dazu da, das Problem möglichst umfassend kennen zu lernen.

Dienstag: Am zweiten Tag des Design Sprints recherchiert das Team zunächst welche Lösungen bereits für das definierte Problem existieren. Außerdem werden eigene Lösungsideen in einem vierstufigen Prozess skizziert und verfeinert.

Mittwoch: Die skizzierten Lösungen werden am nächsten Morgen kritisiert und bewertet. Die besten Ideen werden in einem Storyboard dargestellt, d.h. es wird eine Geschichte eines Nutzers erzählt, der das neue Produkt nutzen wird.

Donnerstag: Am vierten Tag des Design Sprints wird ein Prototyp entwickelt – frei nach dem Motto „fake it until you make it“. Dieser enthält die Schritte aus dem Storyboard und soll realistisch genug sein, damit Nutzer verstehen, worum es geht, und so bewerten können, ob die angedachte Lösung potential hat.

Freitag: Am letzten Tag des Design Sprints werden Interviews mit potentiellen Nutzern aus der Zielgruppe durchgeführt. Das Team hat bis hierhin sehr hart gearbeitet und sich vielleicht schon in die Idee verliebt. Es ist sehr wichtig an diesem Zeitpunkt ergebnisoffen zu bleiben, da es wahrscheinlich ist, dass der Prototyp auch kritisiert wird. Das kann bedeuten, dass er überarbeitet werden sollte oder vielleicht sogar, dass der Lösungsansatz nicht weiter verfolgt wird.

Jetzt möchten Sie selber mit einem Design Sprint durchstarten?

In Kooperation mit Alexander Niemann von Smartsquare gibt Kerstin am 17. Februar ein Seminar, in dem Sie selber lernen können, wie Sie einen Design Sprint durchführen:

Sie suchen einen Moderator für einen Design Sprint. Auch hierbei können wir Sie zusammen mit Smartsquare unterstützen. So verbinden wir die volle technische Kompetenz mit der Nutzersicht.