6 Learnings aus dem State of the German Internet 2021” von OMR

Am 08.07.2021 fand die OMR Keynote Premiere “State of the German Internet 2021” statt. Dabei stellte der OMR-Gründer Philipp Westermeyer die aktuellen Trends der Digital Branche sowie die derzeit erfolgreichsten Marketing-Kniffe vor.

Da wir dir natürlich unsere 6 Learnings nicht vorenthalten möchten, haben wir sie hier für dich kompakt zusammengefasst.

1. Learning: “Deconstructing D2C“

Wahrscheinlich stellst du dir zunächst einmal die Frage, was unter dem Begriff “Deconstructing D2C“  zu verstehen ist. D2C bedeutet “Direct to Consumer“ und das beinhaltet wiederum: höhere Margen, direkte Kundenbeziehungen, Kontrolle über das Brand-Image. Hier erfährst du, wie du es schaffst, ein D2C aufzubauen.

Dazu sind die folgenden 4 Schritte erforderlich:

  • Build a Community (Content-Kreation, persönlicher Austausch)
  • Sharpen your Product (Erzeugung von Knappheit, wie z.B. „Special Edition”)
  • Push Customers into your properties (Kunden in die eigenen Geschäfte oder in die eigenen Apps locken, dabei sollten es Geschäfte mit einer hohen Identifikation sein)
  • Build your own tech stack (Nutzung der richtigen Tools bzw. der richtigen Software)

2. Learning: “Creator Economy“

Es ist erstaunlich, welch starke Power weltweit bekannte „Mega-Influencer“ entfalten. Daher bietet es sich an, Business-Kooperationen mit bekannten Influencern aufzubauen. So stellt z.B. das Unternehmen Hey gemeinsam mit der Fitness-Influencer Pamela Reif Protein-Riegel “Naturally Pam“ her und das Produkt “geht durch die Decke“.

3. Learning: “Metaverse“

Unter diesem Begriff ist ein virtueller Raum, wie z.B. eine Online-Spielewelt zu verstehen, der jedoch nicht nur zum Spielen genutzt wird, sondern für alle Formen des sozialen Austausches.

Hier kannst du z.B. gemeinsam Konzerte besuchen, aber auch eigene Produkte entwickeln oder sogar heiraten. Aber wie ist es einem Unternehmen überhaupt möglich, sich dort erfolgreich zu platzieren? Die Antwort lautet:

  • Entwicklung eigener digitaler Produkte, die dort dann entsprechend angeboten werden
  • Erzeugen von “Game-in-Game Experiences“
  • Guerilla Marketing-Aktionen

4. Learning: “The Streaming-Effect”

Die Nutzung von Streaming-Diensten ist ja bekanntlich für viele schon gar nicht mehr wegzudenken. Daher befasst sich dieses Thema mit der kulturellen Relevanz von Streaming-Anbietern, wie z.B. Netflix. Für Unternehmen entsteht dadurch die Möglichkeit, Kooperationen mit den starken Netflix-Brands aufzubauen. Da diese aber natürlich auch ihren Preis haben, gibt es noch eine weitere Lösung: Da die Serien sehr große Trends hervorrufen und dadurch eine extrem hohe Nachfrage entsteht, hast du die Möglichkeit, bei eBay oder Etsy passende Produkte anzubieten.

5. Leanring: “Embedded Content“

Wie wir bereits alle wissen, ist es sehr teuer, neue Nutzer über Google einzukaufen. Dafür gibt es aber eine passende Lösung: Du solltest dir nicht nur überlegen, wo du Content produzieren lassen kannst, sondern auch, wo du dich einkaufen oder kleinere Content-Publisher aufkaufen kannst.

6. Learning: “Underpriced Attention“

Es ist erstaunlich, wie die tausender Kontaktpreise auf den großen Plattformen gerade durch die Decke gehen. Um Neukunden über Facebook oder Instagram einzukaufen oder darüber zu gewinnen, ist für Unternehmen extrem teuer. Beispielsweise kostet die Schaltung einer Anzeige bei Instagram 8,09€ pro tausend Einblendungen. Dagegen betragen die Kosten bei Pinterest nur 2,68€ pro tausend Einblendungen.  Möchte ein Unternehmen bei Facebook ein Video zeigen, muss es dafür sogar 30,76 pro tausend Einblendungen zahlen. Bei TikTok würde die Einblendung des Videos lediglich 0,66€ pro tausend Einblendungen kosten.

Unser Fazit lautet: Wir können dir nur empfehlen, dringend zu Plattformen zu wechseln, bei denen die Attention deutlich günstiger ist.

Katharina Schmidthuis über State of the German Internet

Zusammenfassung / Ausblick:

Wie man sieht, gibt es derzeit viele interessante und auch erfolgreiche Trends. Natürlich muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden, welche Trends es für sich nutzen und adaptieren möchte. Betrachtet man sich z.B. das D2C-Geschäftsmodell an, so werden dessen Vorteile sofort deutlich: höhere Margen, direkte Kundenbeziehungen, Kontrolle über das Brand-Image.

Auch ist uns allen bewusst, über welche “Macht“ bzw. Reichweite mittlerweile bekannte Influencer verfügen. Daher bietet sich für Unternehmen der Aufbau einer Kooperation mit ihnen besonders an, aber natürlich sollte man auch hier die Kosten im Blick haben.

Das sogenannte “Metaverse“, das einen virtuellen Raum darstellt, in dem man sich z.B. austauschen und sogar Produkte entwickeln kann, stellt für Unternehmen eine neue Möglichkeit dar, sich erfolgreich zu platzieren.

Da fast jeder von uns bereits Streaming-Dienste nutzt, ist deren kulturelle Relevanz enorm gestiegen. Für Unternehmen ergibt sich dadurch die Gelegenheit, vielversprechende Kooperationen aufzubauen, wie z.B. mit den starken Netflix-Brands. Hier muss man sich aber auch bewusst sein, dass diese ihren Preis haben. Da diese Brands aber auch Trends und somit eine große Nachfrage erzeugen, können Unternehmen ihre Produkte z.B. bei eBay verkaufen.

Für Unternehmen ist es bekanntlich auch sehr teuer, neue Nutzer über Google zu kaufen. Daher sollten sie sich gut überlegen, wo sie ihren Content platzieren und ob sie sich vielleicht sogar bei kleineren Content-Publishern einkaufen könnten.

Da die tausender Kontaktpreise auf den großen Plattformen gerade ins Unermessliche steigen, ist es für Unternehmen sehr kostspielig, neue Kunden über Facebook oder Instagram einzukaufen bzw. für sich zu gewinnen. Es gibt aber auch Plattformen, auf  denen die Attention deutlich günstiger ist, wie z.B. Pinterest.

Wir werden weiterhin mit Spannung beobachten, wie sich diese Trends fortsetzen und weiterentwickeln.